Ausgabe 2, September 2010
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Editorial
Schulterklopfen!

Liebe Leserinnen, Liebe Leser
Die Reaktionen auf unsere erste Nummer waren durchaus positiv. Wir freuen uns, wenn das physiomagazin unseren Kunden, Patienten und Freunden gefällt. Natürlich ist es auch ein Ansporn, weiterhin gute Ausgaben zu produzieren. Und dass wir nicht ganz falsch liegen, zeigt auch das Interesse einiger anderer Kantonalsektionen, die sich eventuell dem physiomagazin anschliessen wollen. Wir sind offen dafür.
In der vorliegenden Nummer konzentrieren wir uns auf die Schulter. Die Schulter ist das beweglichste Gelenk im Körper und damit auch eines der kompliziertesten. Sie besteht aus vielen verschiedenen Strukturen (Knochen, Bändern, Muskeln, Kapsel …). Jede Bewegung ist also ein funktionelles Zusammenspiel aller Strukturen. Dementsprechend gibt es viele Ursachen für Schulterprobleme. Wir klopfen uns auf die Schulter, wenn wir etwas gut gemacht haben, wenn wir stark gewesen sind. Wir hängen, tragen und stossen physische, als auch psychische Lasten mit unseren Armen bzw. an und auf unseren Schultern. Wir zeigen die kalte Schulter oder wir umarmen uns. Ohne die Bewegungsfreiheit unserer Schultern wären wir doch in unserem Alltag sehr eingeschränkt.
Ein Interview mit Alexandra Eyer zeigt uns, wie einschneidend eine Schulterverletzung im Spitzensport sein kann und wie mit eisernem Willen und gezielter Physiotherapie der Weg zurück wieder möglich ist. Wir wünschen Ihnen eine spannende und unterhaltsame Lektüre.
Tom Steverlynck und Anja Herrmann
Schulterschmerz

Übungen zur Stabilisation der Schulter und des Schulterblattes
Vielleicht kennen Sie das: Sie spüren Schmerzen in der Schulter, wenn Sie die Wäsche aufhängen oder eine Pfanne aus dem Regal nehmen.
Das Anlegen der Sicherheitsgurte oder die Körperpflege kann mühsam sein. Ein weiteres Beispiel ist das lange Arbeiten am Computer oder eine handwerkliche Tätigkeit in ungewohnter Stellung: Die ungünstige Körperhaltung und die stetig gleiche Position der Arme können zu Schmerzen im Schulterbereich führen.
Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers, die Stabilität wird zu einem grossen Teil durch die Muskulatur gewährleistet. Wenn keine Verletzung oder krankhafte Veränderung der Schulter vorliegt, können Sie die Schultermuskulatur mit ein paar einfachen Übungen kräftigen.
Ziel der Übungen auf der nächsten Doppelseite ist zum einen die Entlastung der überbeanspruchten Muskulatur. Zum anderen sollen die abgeschwächten Muskeln gekräftigt werden. Durch die Wiederherstellung des muskulären Gleichgewichts können die Bewegungen der Schulter wieder kontrollierter ausgeführt werden, was längerfristig zu einer Schmerzlinderung führt.
Übung 1
Ziel:
Lockerung des Schultergürtels und Stabilisation des Schulterblatts
Ausgangsstellung:
Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl. Ziehen Sie die Schultern in Richtung
der Ohren hoch (1). Anschliessend senken Sie die Schultern nach unten (2), in
Richtung der Gesässtaschen. Halten Sie diese Stellung für 5 - 10 Sekunden. Wiederholen
Sie diese Übung ca. 10-mal.

Übung 2
Ziel:
Kräftigung der stabilisierenden Muskulatur des Schulterblatts
Ausgangsstellung:
Stellen Sie sich vor eine Wand. Nun legen Sie die Hände als Stützen etwas mehr als schulterbreit, auf Brusthöhe, an die Wand. Wichtig dabei ist, dass der Schultergürtel wie in der Endstellung der Übung 1 gut auf dem Brustkorb fixiert ist (3). Jetzt geben Sie etwas mehr Gewicht auf die Arme und machen kleine Liegestützen an der Wand, ohne die Schultern in Richtung der Ohren hochzuziehen (4). Wiederholen Sie diese Übung in 2 bis 3 Durchgängen 15- bis 20-mal, mit einer Pause von ca. 30 Sekunden zwischen den Durchgängen.

Übung 3
Ziel:
Mobilisation der Schulter mit stabilisiertem Schultergürtel
Ausgangsstellung:
Stellen Sie sich vor eine Wand. Den Schultergürtel haben Sie wie in Übung 1 gut stabilisiert (5). Nun krabbeln Sie mit den Händen entlang der Wand hoch und herunter, ohne die Schultern nach oben in Richtung der Ohren zu ziehen (6). Wiederholen Sie diese Übung ca. 10-mal.

Wichtig:
Beim Ausführen dürfen keine Schmerzen auftreten. Führen Sie die Übungen langsam aus. Sie können diese Übungen täglich wiederholen. Viel Spass!
Susanne Noser, Physiotherapeutin, Klinik Hirslanden Zürich
Von der Schulterluxation in der Antike zur Schulterinstabilität von heute
Die Schulterluxation und die Schulterinstabilität sind konstante Themen in der Geschichte der Schulterchirurgie. Das Problem der akuten Schulterluxation (Oberarmkopf ist aus der Pfanne ausgekugelt) konnte durch den hohen Entwicklungsstand der Repositionstechnik im Wesentlichen bereits in der Antike gelöst werden und ist somit ein unbestrittener Höhepunkt der Medizingeschichte. Leider gibt es bis heute keinen schriftlichen Nachweis aus altägyptischer Zeit. Es ist lediglich eine Detailskizze der wohl ältesten Darstellung einer Schulterreposition (Wiedereinrenkung) auf einem Relief des altägyptischen Malers Ipy im Grab Ramses II. in Theben (1200 v. Chr.) bekannt, die eine starke Ähnlichkeit mit dem Kocherschen Repositionsmanöver (1870) zeigt.
Zum Glück gibt es Überlieferungen zur Schulterluxation und Reposition aus griechischer Zeit. Hippokrates von Kos (460 - 377 v. Chr.) hat als erster die Schulterluxation und deren Behandlung beschrieben. Die ersten zwölf Themen der hippokratischen Schrift «über die Gelenke» sind zugleich diesem Gebiet gewidmet. Der Beitrag von Hippokrates zur Schulterluxation und Instabilität war so bedeutend, dass bis ins 19. Jahrhundert nur wenig hinzukam.



Theodor Kocher (1841 - 1917), Schweizer Nobelpreisträger für Medizin, hat im Jahre 1870 das Kochersche Repositionsmanöver entwickelt, und dieses vermochte sich bis heute neben den hippokratischen zu halten. Schon Hippokrates war sich der Wichtigkeit der Zeit nach der Reposition bewusst, über die Dauer der Ruhigstellung machte er keine zeitlichen Angaben. Aber Bewegungstherapie habe hinzuzutreten, wobei die Schmerzgrenze beachtet und auf Gewalt verzichtet werden solle. Unter diesen Umständen kann sich eine einmalige Schulterluxation wieder so gut erholen, dass die Schulter wieder stabil wird und ohne Einschränkungen alle Bewegungen ausgeführt werden können. Aber es kann sich daraus auch eine chronische Instabilität entwickeln. Das bedeutet, dass eine Zunahme der Beweglichkeit zwischen Oberarmkopf und Pfanne in eine oder mehrere Richtungen möglich ist, d.h. die Schulter kann sich auch ohne Unfall wieder ausrenken. Wirksame Lösungen für dieses Krankheitsbild blieben dem letzten Jahrhundert vorbehalten.
Die Grundlagen für operative Techniken entwickelte man erst im Laufe des 19. Jahrhunderts durch pathologisch-anatomische Forschung. Die wohl wichtigsten Verletzungen, die durch eine Schulterluxation entstehen, beschrieb Joseph François Malgaigne (1806 - 1865): Die Verletzung der Gelenkkapsel und ihrer Bänder, das Loslösen der Gelenklippe von der Pfanne (Bankart-Läsion Abb. 1), den knöchernen Abbruch der Pfanne (Abb. 2) und den Defekt am Oberarmkopf (Hill-Sachs), Risse der Sehnen (Rotatorenmanschette) sowie Verletzungen der Nerven und Gefässe.


Lösungen für die Behandlung mussten bis Ende des 19. Jahrhunderts warten. Aber dann entwickelten Chirurgen eine Vielzahl von Operationstechniken, um Reluxationen zu verhindern. 1982 wird von der ersten arthroskopischen Fixation einer Bankart-Läsion (Abb. 1) berichtet, was bis zum heutigen Zeitpunkt, neben der Latarjet-Operation (Abb. 4 und 5) eine standardisierte und erfolgreiche Operation mit guten klinischen Ergebnissen ist.
Bei einer arthroskopischen Bankart-Refixation wird die abgelöste Gelenkslippe und die ausgedehnte Gelenkskapsel mittels Knochenankern und Fäden wieder am Pfannenrand fixiert (Abb. 3). Das Risiko einer verbleibenden Instabilität mit wiederkehrender Luxation besteht bei 5 - 10% der operierten Patienten. Liegt ein grösserer knöcherner Abbruch der Pfanne vor, muss man die Instabilität mit einer offenen Operation (Latarjet, Abb. 4 und 5) behandeln, weil dies arthroskopisch weniger zuverlässig machbar wäre.
Durch einen 4 - 6 cm langen Hautschnitt vorn an der Schulter, wird der über dem Oberarmkopf liegende Muskel (M. subscapularis) gespalten, anschliessend die Gelenkskapsel geöffnet und der Knochendefekt mit dem Knochenfortsatz (Coracoid) ersetzt. Danach wird die Gelenkskapsel überlappend wieder geschlossen und der Muskel vernäht.
Bei dieser Operation liegt das Risiko für eine verbleibende Instabilität mit wiederkehrenden Luxationen bei 2 - 5%. Die Behandlung nach der Operation durch die Physiotherapie kann unabhängig des gewählten Eingriffs in drei Phasen eingeteilt werden.
In der ersten Phase (bis 6 Wochen) trägt der Patient in der Regel eine Armschlinge. Der operierte Arm darf während dieser Zeit aus der Schlinge heraus bewegt, jedoch nicht nach aussen abgedreht werden. Ziel ist es, optimale Voraussetzungen für eine gute Wundheilung zu schaffen sowie eine gute Beweglichkeit der Schulter zu erreichen. Von der 6. bis zur 10. /12. Woche darf der Arm ohne Einschränkungen im Alltag wieder gebraucht werden, und in der Physiotherapie darf mit aktiven Übungen im koordinativen Bereich begonnen werden. In der darauffolgenden letzten Phase wird mit Krafttraining begonnen. Diese dritte Phase dauert in der Regel so lange, bis die individuellen Ziele des Patienten im Alltag, bei Arbeit und Sport erreicht sind.
Marcel Enzler, Physiotherapeut, Uniklinik Balgrist ZH
Fragen und Antworten
«Eine Last liegt auf meiner Schulter», «auf die leichte Schulter nehmen», «eine starke Schulter zum Anlehnen» ... — die Schultern sind die kompliziertesten Gelenke im menschlichen Körper. Richtig bewusst wird das erst, wenn sie nicht mehr 100% funktionieren. Schulterschmerzen sind weit verbreitet. Ärzte, Physiotherapeuten aber auch Alternativmediziner werden tagtäglich mit diesem Problem konfrontiert.
Für viele Verletzungen oder Erkrankungen gibt es medizinische Lösungen (siehe auch vorangehender Artikel), für andere zumindest gute Lösungsansätze. Zum Glück normalisieren sich mit entsprechenden Behandlungen die meisten Beschwerden und die Patienten können wieder schmerzfrei leben und arbeiten.
Nachfolgend haben wir einige immer wieder typische Fragen in Beispielen zusammengefasst und sie Simone Hruschka, Physiotherapeutin am Kantonsspital Glarus, gestellt.
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Unser jüngster Sohn (11-jährig) ist leidenschaftlicher Fussballer. Nun hat er sich innert drei Monaten zweimal beim Training die rechte Schulter ausgerenkt. Der Trainer konnte sie ihm beide Male wieder einrenken, was jedoch sehr schmerzhaft war. Meine Frage: Kann man dieses «Schlottergelenk» mit gezielter Physiotherapie stabilisieren, ohne dass ein operativer Eingriff nötig ist, und was bedeutet das für seine Zukunft. Mein Sohn ist mitten im Wachstum (49 kg, 1.55 m). Als ersten Schritt sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen. Eine bildgebende Diagnostik ist unerlässlich, denn es kann sein, dass die Kapsel bereits zu sehr geschädigt oder ein Teil der Schulterpfanne abgerissen ist. Ist ein grösserer Schaden ausgeschlossen, kann ihr Sohn durch regelmässiges Training seine Schultermuskulatur so aufbauen, dass er bei kontrollierten Aktivitäten keine Probleme hat (Turnen, Schwimmen usw.). Stürze oder abruptes Reissen am Arm können dennoch immer wieder eine sog. Luxation bewirken. Daher sind Kontaktsportarten mit Vorsicht zu betreiben. Es ist unabdingbar, dass der Therapeut eng mit dem Orthopäden zusammenarbeitet, denn sollten die Fortschritte in der Therapie stagnieren, muss die Kapsel operativ gerafft werden. |
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In der Sommerzeit bin ich viel mit dem Roller unterwegs. Dabei kleide ich mich zweckmässig, trage jedoch keine Töffmontur. Auch wenn ich nur kurz (ca. 15 Minuten) auf dem Roller sitze, schmerzt mich abends meine Schulter – und zwar nur die linke. Es ist eine Art rheumatischer Schmerz. Kann ich da etwas dagegen machen? Ich möchte jedoch keine Medikamente einnehmen. Kälte oder Zugluft können zu rheumatischen Schmerzen führen. Die Schulter ist sehr exponiert und kaum durch eine dicke Muskel- oder Fettschicht geschützt. Durch die Kälte entstehen kleine Entzündungen im und um das Gelenk. Vorbeugend sollten Sie die Schulter zum Fahren bedecken und warm halten. Dies ist sicher auch im Sinne des Unfallschutzes und dürfte als Massnahme genügen. Wenn Sie drei bis vier Wochen anhaltend an Schulterschmerzen leiden, müssen Sie einen Spezialisten aufsuchen. |
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Als Kind bin ich beim Kirschenpflücken von der Leiter gestürzt und muss mich offenbar an der Schulter verletzt haben, was jedoch erst etwa 15 Jahre später festgestellt wurde. Jetzt, 60 Jahre später, habe ich öfters einen stechenden Schmerz in dieser Schulter, hauptsächlich bei feuchtem Wetter. Kann mir die Physiotherapie helfen. Ich bin inzwischen 72-jährig und noch sehr mobil. Ja, die Physiotherapie kann helfen. Zu Ihrem Schaden, den Sie sich beim Sturz zugezogen haben, kommt jetzt noch der natürliche, altersentsprechende Muskelabbau an der Schulter hinzu. Zusätzlich kann sich eine arthrotische Veränderung entwickelt haben, welche die Schmerzen bei feuchtem Wetter verursacht. Sie werden in der Physiotherapie lernen, mit ihrer Schmerzsituation umzugehen. Sie werden Selbsthilfemassnahmen kennen lernen und ein Heimprogramm erhalten. Das Ziel der Behandlung muss sein, dass Sie ihren Alltag weiterhin meistern können und ihre Mobilität erhalten. |
Alexandra Eyer: « ... und dann knallte es!»
Obwohl von zierlicher Statur gehört Alexandra Eyer, oder Alex, wie sie von Freunden genannt wird, zu den ganz Grossen im internationalen Kletterzirkus. Diverse nationale und internationale Siege zieren ihren Palmares. 2006 musste sie sich einer Schulterorperation unterziehen. Beharrlich kämpfte sie sich danach wieder zurück an die Weltspitze.
Bei einem Wettkampf verdrehte sich Alex ihren Arm, was sich durch sofortige physiotherapeutische Massnahmen schnell wieder besserte, sich jedoch immer wieder bemerkbar machte. Die Saison ging trotzdem erfreulich zu Ende.
Nach einer 1 1/2 - monatigen Pause begann sie wieder mit dem Aufbautraining (Muskelkraft und Ausdauer). Bei einem solchen Training musste Alex sich in einer schwierigen Passage einige Sekunden halten, was sie wie folgt kommentiert: «Ich spürte, wie es dem Körper nicht gut tat, und dann knallte es!» Die Schmerzen wurden medikamentös behandelt.
Eine Woche vor dem ersten Weltcup geschah es; ein Kletterunfall mit Folgen: Schulterluxation mit Kapselriss und Labrumabriss des Schultergelenkes, eine fatale Diagnose im Klettersport. Die Verletzung wurde im Mai 2006 operativ behandelt.
DG: Nach der OP, wie lange durftest du nicht klettern?
AE: Ich glaube, nach 6 Wochen durfte ich an die Reckstange, um das Schultergelenk zu dehnen, was mich weiter dazu verführte, mich auch an die Kletterwand zu hängen. Dies aber nur, weil ich meinen Arzt gefragt hatte.
DG: Und vor diesen 6 Wochen, hattest du keine Therapie?
AE: Doch, ich ging in die Physiotherapie.
DG: Was wurde physiotherapeutisch gemacht?
AE: Anfangs wurde nur passiv in einem bestimmten Radius bewegt, dann wurde die Kapsel gedehnt, was nicht immer angenehm war. Für die Fitness durfte ich auf den Hometrainer. Später bekam ich ein Programm für die Rumpfkraft.

DG: Wieweit hat dich diese Verletzung in den aktuellen Wettkämpfen beeinträchtigt und inwieweit spürst du dies heute noch?
AE: Im selben Jahr bin ich noch zweimal gestartet und habe gleich wieder gewonnen, International
wurde ich Zehnte. Erst im darauffolgenden Jahr merkte ich, dass sich während meiner Abwesenheit einiges veränderte; die Routen wurden schwieriger, die Konkurrenz wuchs. Die Fitness war da, der Kopf aber noch nicht und manchmal auch umgekehrt, ein Rauf und Runter. Und immer wieder die Frage: Wie
lange will ich noch?
DG: Aus Erfahrung weiss man, dass Schulterverletzungen lange Zeit zur Heilung brauchen. Was denkst du, hat dich die Physiotherapie während der Aufbauphase gut unterstützt? Was war besonders hilfreich?
AE: Zu Anfang war es in der Physio schmerzhaft, aber ich sah die Verbesserungen bzgl. Beweglichkeit. Freude hatte ich an der Wassertherapie mit dem Gilet. Durch die Heimübungen hatte ich etwas, an dem ich mich orientieren konnte, und durch die regelmässigen Therapiebesuche (3-mal die Woche) wurden
die Fortschritte gut sichtbar. Es war auch ein sehr schönes Gefühl, dass die Physiotherapeuten sich um mich kümmerten und alle wollten, dass ich wieder ganz stark klettern kann. Genau genommen hat mir die
Physio mein Training ersetzt.
DG: Wie sieht es aktuell mit deiner Schulter aus, bist du noch in therapeutischer Behandlung? Spürst du noch Einschränkungen?
AE: So nach 2 - 3 Tagen merke ich Verspannungen in der Schulter, vor allem wenn ich nach dem Training nicht genügend gedehnt habe. Dann bin ich froh, wenn die Physio mir diese lösen kann. Aber ansonsten geht es wieder tipptopp.
DG: Alex, du bist momentan im Stress, gerade zurück von einem Wettkampf in Genf, davor warst du eine Woche in den USA, und so habe ich auf deiner Homepage (alexandra-eyer.ch) gelesen, dass du nächstens bei der WM in Moskau dabei sein wirst. Dafür viel Erfolg! Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin viel Kraft bei deinen weiteren Wettkämpfen!
Interview von Daniel Gisler
Neue Kraft für Muskeln und Seele
Erfolgreicher Einsatz von therapeutischem Klettern in der modernen Rehabilitation
Warum klettert der Mensch gern?
Was ist der Reiz des Kletterns?
Wer ist nicht schon als Kind gerne auf Bäume geklettert?
Der Mensch hat einen Körper, dessen natürlicher Drang es ist, sich zu bewegen und Leistung zu vollbringen. Er hat beim Anblick einer Erhöhung den spontanen Wunsch, auf deren Gipfel zu stehen. Das Stehen auf dem höchsten Punkt, das Bewusstsein, alles unter sich zu haben, bringt den Menschen in einen anderen mentalen Zustand. Deshalb hat das Klettern neben den physischen auch klare psychische
Aspekte.
Es gibt auch Hinweise, dass Kletterübungen uralte Fluchtprogramme im Gehirn aktivieren. Wissenschaftler gehen davon aus, dass unser Klettertraining das Gehirn anregt, ruhende Nervenzellen zu aktivieren.
Aus diesem Grund wird es häufig bei neurologischen Krankheitsbildern eingesetzt.
Zudem ist Klettern in der Kindheit ein elementarer Baustein in der motorischen Entwicklung, mit dem der Weg zum aufrechten Gang spielerisch gemeistert wird.

Therapeutisches Klettern stärkt das Körperbewusstsein
In der modernen Rehabilitation wird therapeutisches Klettern erfolgreich eingesetzt. Es verbindet auf spielerische Weise viele elementare Bestandteile aus der Physiotherapie.
Therapeutisches Klettern erfordert die Aktivierung der spezifischen Muskelketten, durch deren Einsatz man in der Lage ist, sich an der Kletterwand festzuhalten. Es stärkt Kraft, Körperspannung und verbessert die Bewegungsabläufe, fördert Koordination und Gleichgewichtssinn.
Klettern hat einen hohen Motivations-Charakter. Es bringt Selbstvertrauen in die körperlichen Fähigkeiten, da sowohl in Standhöhe als auch darüber hinaus gearbeitet werden kann. Es motiviert zu mehr, lässt Fortschritte erkennen und macht dazu noch Spaß.
M.B. in einer therapeutischen Kletterwand. Nach einer Hirnverletzung ist seine linke Körperseite schwächer und die Spannung in den Muskeln
verändert. Da knapp über Bodenhöhe geübt wird, reicht eine Sicherung über einen Klettergurt ohne Seil. Die Tritte sind gross, so dass mit Turnschuhen geklettert werden kann.
Therapeutisches Klettern eignet sich zur Therapie vieler Beschwerdebilder
Orthopädische Probleme: Bei Schulter-, Hüft-, Knie- und Sprunggelenksverletzungen, sowie Wirbelsäulenfehlhaltungen. Therapeutisches Klettern fördert Muskelstabilisierung, Körperbeherrschung und die Koordination der Bewegungsabläufe.
Neurologie: Bei Schlaganfällen, Parkinson, Ataxie, Multipler Sklerose wird therapeutisches Klettern eingesetzt, um die Körperwahrnehmung zu schulen und die körperliche Koordinationsfähigkeit im Alltag zu verbessern.
Geriatrie: Neben den positiven psychischen Effekten wie Steigerung von Motivation und Selbstvertrauen sowie Reduktion von Ängsten sind hier besonders die Steigerung des Gleichgewichts, der Gelenkigkeit und der Muskelkraft von Bedeutung. So lässt sich eine erhöhte Selbstständigkeit und Mobilität erreichen, auch die Sturzhäufigkeit wird reduziert.
Für therapeutisches Klettern braucht es weder Vorkenntnisse noch Bergerfahrung. Es kann in allen Altersgruppen ausgeführt werden. Die Belastungen an der meist nur 2.65 m bis 3 m hohen therapeutischen Kletterwand werden durch die Neigung der Wand, die Griffgrösse und die Griffposition bestimmt.
Anfänglich wird wenig über Boden geübt, danach den Möglichkeiten entsprechend gesteigert.
Maya Keller, Physiotherapeutin
Kiefergelenkproblematik
Craniomandibuläre Dysfunktionen CMD, eine weit verbreitete Erkrankung

Unter einer Cranio (Schädel) mandibulären (Unterkiefer) Dysfunktion (Fehlfunktion) versteht man eine Fehlfunktion im Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer.
Diese Erkrankung umfasst eine Vielzahl klinischer Beschwerden der Kiefermuskulatur und der Kiefergelenke, einschliesslich der mit ihnen verbundenen Gewebe. In diesem Zusammenhang sind Symptome und Schmerzen in der Mundregion, im Gesicht, im Kopf oder im Nacken häufig. In den Industrieländern sind etwa 25 % der Bevölkerung von CMD-Symptomen betroffen, wobei eine Behandlung bei weniger als einem Drittel wirklich erforderlich ist. Im Kleinkindalter sind CMD-Symptome selten anzutreffen, die Häufigkeit steigt aber bis zur Pubertät an. Frauen sind deutlich mehr betroffen als Männer.
Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieb der amerikanische Hals-Nasen-Ohrenarzt Costen die Wechselwirkungen zwischen Funktionsstörungen im Kiefer- und Ohrenbereich und stellte fest, dass zahlreiche Ohrsymptome eigentlich nichts mit seinem Fachbereich zu tun hatten, sondern durch Fehlfunktionen der Kiefergelenke und der Zähne verursacht wurden.
Die Vielfältigkeit der Symptome kann die Diagnose schwierig machen. Neben Schmerzen beim Kauen in Kiefermuskulatur und Kiefergelenken können folgende Zeichen ebenfalls zu finden sein:
• Eingeschränkte Mundöffnung
• Knacken oder Reiben der Kiefergelenke beim Mundöffnen und -schliessen
• Ausstrahlende Schmerzen in Mund, Gesicht, Zähnen, Kopf, Nacken, Schultern, Ohren oder Rücken, eingeschränkte Kopfdrehung
• Plötzlich auftretende Probleme mit dem Biss
Es gibt bei nur wenigen Patienten eine einzige eindeutige Ursache. In den meisten Fällen sind mehrere Faktoren wie strukturell-funktionelle (z.B. Bisslage, Frühkontakte, Körperhaltung, Trauma, Knirschen, Pressen, Mundatmung), psychosoziale (z.B. Stress) und Systemfaktoren (z.B. Muskulatur, Gelenke, Rheuma, Fibromyalgie) beteiligt, die sich gegenseitig beeinflussen.
Behandlung der CMD
Durch die Vielfältigkeit der Ursachen gestaltet sich die Therapie ebenfalls breitgefächert. Oft arbeiten verschiedene medizinische Bereiche wie Zahnarzt, Physiotherapeut, Kieferchirurg, Hausarzt, Neurologe, Psychologe u.a. zusammen.
Reversible nichtinvasive Therapieformen, bei denen keine Verletzungen entstehen, werden heute empfohlen. Dabei werden wissenschaftlich anerkannte Therapiekonzepte je nach Schweregrad eingesetzt und individuell auf den Patienten abgestimmt.
Speziell dafür ausgebildete Physiotherapeuten wie z.B. Manualtherapeuten (OMT) oder CRAFTA - Therapeuten sind besonders geschult in der Untersuchung, Behandlung und im Management dieser bisher meist unverstandenen Patientengruppe.
Links:
→ www.craftanetwork.eu
→ www.svomp.ch
Uta Muggli, Praxis für Osteopathie und Physiotherapie, 8750 Glarus
Übungsansatz bei Nackenproblemen
Nackenschmerzen haben grosse Auswirkungen auf die Arbeit und die Lebensqualität der Betroffenen. Oftmals haben Personen mit einer Episode von Nackenschmerzen 1 - 5 Jahre später wieder Nackenschmerzen. Deshalb ist bei der Behandlung dieser Probleme ein multimodaler Therapieansatz nötig.
System der Nackenmuskulatur
Das System der Nackenmuskulatur ist sehr komplex und umfasst mehr als 20 Muskelpaare. Es gibt oberflächliche Muskeln, die vor allem den grösseren Bewegungen und Belastungen des Nackens dienen. Sie sind jedoch anatomisch nicht für die Feinsteuerung der Wirbel (Segmente) geeignet. Die tiefer liegenden Muskeln bilden einen Muskelschlauch, der die Wirbelsäule umhüllt. Diese Muskeln eignen sich am besten zur Stützung der Wirbelsäule und erzeugen sowie kontrollieren Bewegungen von Wirbel zu Wirbel bei Haltung und Bewegung. Aktivitäten der oberflächlichen Muskeln ohne Aktivität in den tieferen Schichten kann eine segmentale Abknickung auslösen. Der Nacken trägt zudem einen Grossteil der Last der oberen Extremität (Schulterblatt, Arm). Stimmt das Zusammenspiel dieser Verbindung nicht, belastet das den Nacken zusätzlich.
Veränderung der Nackenmuskelstruktur durch Schmerzen
Schmerzen und Nackenkrankheiten verursachen eine Muskelfasertypveränderung von langsamen Typ-I-Fasern zu schnellen Typ-II-Fasern. Somit haben die Muskeln Mühe, über längere Zeit unseren Kopf gegen die Schwerkraft zu halten.
Die Aktivität der oberflächlichen Nackenbeuger ist erhöht, und sie entspannen sich nach einer Aktivität nicht. Dadurch werden die Wirbelgelenke übermässig belastet.
Auch bei zurückgegangenen Schmerzen bleibt die Veränderung des Muskelverhaltens bestehen. Diese Veränderung führt zu Kraftverlust, Ausdauerverlust, grösserer Ermüdbarkeit, verminderter Effizienz bereits bei mittlerer und niedriger Anspannungsintensität wie zum Beispiel bei Alltagsaktivitäten am Computer. Die Patienten mit Nackenschmerzen gleiten in eine eher vornüber geneigte Haltung ab.
Konsequenzen für die Rehabilitation
Schmerzen und Einschränkungen der Wirbelgelenke und Muskeln werden mit Manualtherapie und einem spezifischen Training behandelt.
Das spezifische Training beinhaltet eine Verbesserung des Muskelzusammenspiels. Die tiefen Nackenbeuger müssen mit geringer Belastung trainiert werden. Damit verringert sich die Spannung der oberflächlichen Nackenbeuger und es entsteht wieder ein normales Anspannungsmuster.
Wichtig ist das Erlernen der aufrechten Körperhaltung. Diese kräftigt die tiefe Nackenmuskulatur, damit die Nackenstabilität verbessert wird.
Später sollte man auch mit Übungen die Kraft und Ausdauer der gesamten Nackenmuskulatur verbessern.
G. Jull: Manuelle Therapie 2009
Zusammenfassung von Karin Maier, Physiotherapeutin, Physiotherapie Kreuzplatz Zürich
Büchertipps
Butler Moseley: Schmerzen verstehen
Schmerzen sind etwas sehr Reales und in vielen Fällen eine unberechenbare, schwer therapierbare Symptomatik. Allerdings gibt es inzwischen wissenschaftliche Belege dafür, dass Patienten ihre Schmerzerfahrungen durch mehr Wissen über die dahinter stehenden neurobiologischen und -psychologischen Prozesse selbst beeinflussen können.
Das Buch Schmerzen verstehen setzt hier an. Es vermittelt die nötigen wissenschaftlichen Kenntnisse über die Entstehung und Verarbeitung von akutem und chronischem Schmerz. Es leitet Patienten an, Schmerzen als weniger bedrohlich wahrzunehmen und sie in einem eigenverantwortlichen Schmerzmanagement mit therapeutischer Begleitung oder selbständig zu lindern oder sogar zu überwinden.
Durch die Übersetzung wissenschaftlichen Fachjargons, durch spannende Geschichten, bilderreiche Vergleiche und durch phantasievolle Zeichnungen eröffnet dieses Buch auf faszinierende Weise den Zugang zu diesem komplexen Thema.
2009, 2. Aufl., IX, 130 Seiten, Springer, Berlin, ISBN-10: 3642016863 ISBN-13: 9783642016868
CHF 57.50
Helga Kessler: Starke Leben
Wie Muskelkranke ihren Alltag bewältigen
Ob zu Hause, in der Ausbildung, im Beruf oder in der Familie: Die Diagnose einer Muskelkrankheit hat tiefgreifende Konsequenzen für die direkt Betroffenen, sowie für deren Umfeld. Wohdurchdachte Lebensentwürfe und Karrierepläne müssen aufgrund der unheilbaren Erkrankung umgestellt, Wohnungen und Autos umgebaut und liebgewonnene Gewohnheiten und Hobbys oft sogar aufgegeben werden.
In berührenden Porträts zeigt Helga Kessler, was muskelkranke Menschen bewegt, wie sie Hindernisse überwinden, ein selbstbestimmtes Leben führen und woraus sie Freude und Kraft schöpfen.
Ergänzt durch einen von Experten verfassten fachlichen Teil und einen Überblick über die Gründung und Aktivitäten der Schweizerischen Gesellschaft für Muskelkranke SGMK, vermittelt dieses Buch sowohl wertvolles Wissen zu Krankheitsbildern und Anlaufstellen als auch einen Einblick in das Leben muskelkranker Menschen – einen Einblick in starke Leben.
2009, 1. Aufl. 256 Seiten, Hardcover mit zahlr. s/w-Fotos, ISBN 978-3-907625-46-0 CHF 39.00
Events
Vom 1. bis 8. September war die Rheumaliga mit ihrer Aktionswoche zum Thema Arthrose in 10 Schweizer Städten unterwegs. physioswiss unterstützte die Rheumaliga dabei als Fachpartner.
Unter anderem fanden auch Fachvorträge statt, wie zum Beispiel:
- Fachvortrag Medizin: «Arthrose: Krankheitsbild und Behandlung»
- Fachvortrag Physiotherapie: «Wer rastet, der rostet — Bewegung bei Arthrose»
- Fachreferat Orthopädie: «Arthrose: Gelenkersatz und andere operative Eingriffe»
Auch die individuelle Beratung kam nicht zu kurz:
- Medizinische Beratung durch Fachärzte der Rheumatologie und der orthopädischen Chirurgie
- Beratung durch Physiotherapiefachleute von physioswiss
- Beratung zu Bewegung und Gymnastikkursen
- Ernährungsberatung
Zum Schwerpunktthema Arthrose wurde eine Broschüre erarbeitet.
Sie erklärt die Arthrose und zeigt Therapiemöglichkeiten auf.
Die Broschüre können Sie kostenlos im Online-Shop der Rheumaliga oder unter
044 487 40 10 bestellen.
Gesundheitsanlässe
| 8. bis 10. Oktober 2010 Näfels GL |
Machen Sie mit beim Gesundsein - 3. Gesundheitsmesse → www.gesundheitsmessen.ch |
| 15. bis 17. Oktober 2010 Bäretswil ZH |
Machen Sie mit beim Gesundsein - 1. Gesundheitsmesse → www.gesundheitsmessen.ch |
| 25. bis 29. Oktober 2010 Zürich |
IFAS- Fachmesse für den Gesundheitsmarkt → www.ifas.ch |
| 5. bis 7. November 2010 Zürich HB / RailCity |
PRÄVENTA - die Zürcher Präventions-Messe → www.apv.ch/apv/praeventa |
Volksläufe |
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| Samstag, 18. September 2010 | 30. Greifenseelauf |
| Samstag, 9. Oktober 2010 | Biel-Magglingen |
| Samstag, 17. Oktober 2010 | 54. Brienzerseelauf |
Leserbriefe
Hansruedi S. aus Thalwil:
Besonders berührt hat mich das Interview mit Herrn Köbi Kuhn von Frau Rhea Ganz. Beispielhaft wie dieser Mann — eben in Bewegung ist und bleibt. Nachdenklich stimmt mich die Patienteninformation. Ihrem Verband physioswiss kann ich nur raten, weiterzukämpfen. Die kompetent und fachgerecht arbeitenden Therapeutinnen und Therapeuten haben Anrecht auf einen zeitgemässen und den Fähigkeiten entsprechenden Lohn. Für die Weiterführung des physiomagazin wünsche ich Ihnen und Ihren Mitarbeitenden frohgemute Zuversicht, den zweifelsfrei verdienten Erfolg und alles Gute.
Gabi T.:
Ich bin Physiotherapeutin und habe mich gefreut über das Erscheinen des physiomagazin. Ich habe die erste Ausgabe mit Interesse gelesen und den Inhalt gut gefunden. Ich war jedoch etwas irritiert über die vielen Schreibfehler im Magazin! Ich finde, dass man heutzutage kaum mehr Zeitung lesen kann, ohne über Schreibfehler zu stolpern. Umso wichtiger ist es, dass wir Physios uns in dieser Hinsicht positionieren und nicht durch viele Fehler negativ auffallen. Ich würde mich freuen, wenn in der nächsten Ausgabe weniger Fehler wären!
Antwort der Redaktion:
Liebe Frau Gabi T., wir sind sehr bemüht, Schreibfehler möglichst vollständig zu korrigieren und entschuldigen uns für die bereits Gedruckten.
Uwe E.:
Auf eine Rubrik bekam ich erstaunte, bzw. fragende Reaktionen: «Sie Fragen — wir antworten». Ehrlich gesagt, verstehe ich diese auch nicht so ganz. Als Physiotherapeut erkläre ich meinen Patienten, welche Übungen ich wieso mache. Wenn ich der behandelnde Therapeut dieser Patientin wäre, würde ich mich recht darüber ärgern, und auch die Patientin hat sicher hinterher ein angespanntes Verhältnis mit ihrem Therapeuten. Es sei denn, der Therapeut ist identisch mit dem Autor der Rubrik. Dann sollte dies aber auch irgendwo so ersichtlich sein. Also, an sich sicher eine gute Sache, aber nicht in dieser Art und Weise.
Antwort der Redaktion:
Lieber Herr Uwe E., Therapeut und Autor sind tatsächlich identisch. Danke für diesen Hinweis.
Wir freuen uns über jeden Leserbrief. Besten Dank. Haben auch Sie eine Anmerkung, eine Kritik (oder ein Lob) zu unserem physiomagazin oder zur Physiotherapie im Allgemeinen, so schreiben Sie uns an physiomagazin, Bergwerkstrasse 68, 8810 Horgen, E-Mail: info@physiomagazin.ch



